Halbfinale Draft: The Unusual Suspects gegen Team Burkas

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The Unusual Suspects sind Dirk Hein, Reinhard Blech und David Brucker, ihnen gegenüber im Halbfinale saß Team Burkas mit Nicolai Herzog, Anton Jonsson und Tuomo Nieminen.

Erster Booster
Antons erster Pick war eine mächtige Glissa Sunseeker. Aber der Booster bot auch für die anderen Leute am Tisch so einiges: Tuomo nahm einen Viridian Longbow, David bekam einen Blinding Beam, Reinhard One Dozen Eyes, Dirk einen Consume Spirit und Nicolai ein Isochron Scepter und sogar im Rest der Karten verbarg sich noch einiges an spielbaren Karten. Auch die nächsten Booster hatten starke Karten, wenn auch nicht ganz in der Qualität des ersten Packs.

Reinhard draftete viel Grün und Rot, wohl auch, um der Glissa das Leben schwer zu machen und ihr wenige Ziele anzubieten. Bei ihm landeten Tel-Jilad Archers, ein Hematite Golem, ein Icy Manipulator und ein Megatog, neben einem Rustmouth Ogre und einem Myr. Sein Gegner Anton hat als Verstärkung für Glissa noch ein paar gute grüne und schwarze Karten bekommen, einen Tel-Jilad Exile, Moriok Scavengers, Trolls of Tel-Jilad, einen Chosen und einen Predator Strike.

Dirks Deck blieb schwer schwarz, und er draftete noch ein paar Artefakte dazu, um ein schwarzes Affinity-Deck zu bauen. Bei ihm landeten noch ein weiterer Consume Spirit, ein Barter in Blood, ein Myr Enforcer, ein Pentavus und ein - vermutlich defensiver - Leonin Abunas aus seinem eigenen Pack. Sein Gegner Tuomo verfolgte ebenfalls den Artefakt-Ansatz, obwohl der erste Booster-Durchgang für ihn relativ wenig bot. Zwar bekam er eine Granite Shard - sehr gut gerade gegen die meisten schwarzen Decks - einen Mana-Myr und einen Myr Enforcer, die meisten seiner anderen Picks waren aber nur irgendwelche Artefakt-Länder. Nicht wirklich das schlechteste, wenn man Affinity spielt, trotzdem hätte es auch besser sein können.

Davids zweiter Pick war ein Somber Hoverguard, dann nahm er eine Skyhunter Patrol und einen Moriok Scavenger und danach eine Goblin Replica. Erst die letzten seiner Picks ließen deutlicher werden, was er letztendlich wirklich spielen wollte, als er einen Cobalt Golem nahm und sich mit aller Gewalt gegen seine Teamkameraden durchsetzte, um einen Regress zu bekommen. Nicolais Deck hatte im ersten Booster schon eine klarere Linie: mit einer Pyrite Spellbomb, einem Slith Firewalker, Bonesplitter, Leonin Skyhunter und einer Skyhunter Patrol sah sein Deck nach dem klassischen rot/weißen Equipment-Deck aus.

Zweiter Booster
Mit einer Mask of Memory als ersten Pick machte sich Nicolai auch gleich eine der besten Karten für sein Deck auf. Mit Blinding Beam, Leonin Den-Guard, Vulshok Battlegear, Electrostatic Bolt, Bonesplitter und sehr guten Kreaturen wirkte sein Deck mehr als nur beeindruckend. Davids Deck hingegen wurde um zwei Leonin Skyhunter, eine Goblin Replica, Arrest, Stalking Stones und einen Leonin Abunas verstärkt.

Dirk hatte tatsächlich wieder einen Leonin Abunas aufgemacht, aber statt eines zweiten Exemplars lieber einen Silver Myr aus dem Booster genommen. Aber auch sonst war der zweite Durchgang nicht so gut für ihn wie der erste: mit einer Aether Spellbomb, Yotian Soldier, Pewter Golem und Bottle Gnomes war er sicherlich nicht zufrieden. Es war deutlich zu merken, dass alle seine Picks in diesem Durchgang erst durch das gegnerische Team gefiltert wurden. Trotzdem bekam er immerhin noch Barter in Blood Nummer Zwei.
Sein Widersacher Tuomo hatte mit einer Nuisance Engine dann aber auch schon ein probates Mittel dagegen gefunden, und auch seine anderen Picks aus diesem Durchgang sahen beeindruckender aus als Dirks: Somber Hoverguard, Neurok Spy und ein weiterer Myr Enforcer.

Reinhard in der Mitte durfte sich über mehrere Predator Strikes und einen Electrostatic Bolt freuen, genug Instants, um guten Gewissens sein frisch gepicktes Isochron Scepter spielen zu können. Für Anton sah es weniger gut aus: er bekam zwar eine Menge zumeist recht teuren Equipments, aber zu wenige günstige Kreaturen und auch kein Removal.

Dritter Booster
Der erste Booster, von Anton geöffnet, war recht interessant. Für Anton gab es einen Essence Drain, und Tuomo hatte dann die freie Auswahl zwischen Quicksilver Behemoth, Vedalken Engineer, Psychic Overload und Spire Golem. Er selbst schien sich nicht so sicher zu sein, aber seine Kameraden bestanden darauf, dass er den Behemoth nahm. Den Overload hatten sie offensichtlich übersehen, denn als der Booster zu Nicolai kam - er hatte nur einen Loxodon Mystic als Pick für sein Deck und durfte einmal defensiv draften - nahm dieser den Vedalken Engineer und ließ den Overload im Booster.

Tuomo machte dann in seinem Boosterpack ein Savage Beating auf, was er natürlich nehmen musste. Am Ende spielte er in seinem Deck zwar etwas Rot, aber nicht genug, um das Savage Beating zuverlässig bezahlen zu können.

Die anderen Booster und Picks verliefen recht unspektakulär und boten die altbekannten Kreaturen, und jeder konnte sein Deck noch gut auffüllen. Besonders die Golems wurden gerne gepickt. Spoiler gab es jedoch keine mehr; interessant war nur, dass David Unforge sehr hoch draftete - um ihn seinem Deck in der dritten Farbe zu splashen. Aber er überlegte sich wohl zu recht, dass Unforge gegen Nicolai eine tödliche Waffe sei.

Abschließend lässt nicht eindeutig feststellen, welches Team besser gedraftet hat. Im Matchup von David gegen Nicolai wirkt das Deck des Norwegers etwas stärker, während Reinhard gegen Anton die besseren Karten hat. Entscheiden könnte daher das Match von Dirk gegen Tuomo - Dirk hat ein sehr starkes Deck, aber Tuomo hat ein beeindruckendes Affinity-Deck mit 14 Artefakten (davon 5! Artefaktländer) bekommen. Die Lage ist also offen, mit minimal besseren Chancen für die Deutschen.

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